Geschichte des Kaffees im Hensler Kaffespezialitäten Shop
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Die Welt des Kaffees

Viele Legenden ranken sich um die Entdeckung des Kaffees. Die bekannteste dürfte jene des arabischen Hirten sein, welcher beobachtete, wie seine Ziegen die roten Kirschen des Kaffeebaumes fraßen und dann immer munterer und lebendiger wurden. Der Hirte erzählte dem Abt seiner Gemeinde von seinen Beobachtungen. Daraufhin experimentierten die Mönche mit den Kaffeekirschen und stellten fest, dass ein Aufguss der Beeren ihnen half, bei den nächtlichen Gebeten länger wach zu bleiben. Wie die Idee entstand, die Kaffeebohnen vor dem Aufguss zu rösten, bleibt jedoch, nicht nur in dieser Legende, offen.

All die Legenden zeigen, dass es keine stichhaltigen Überlieferungen gibt, wie die Menschheit zum heutigen Getränk Kaffee kam. Fest steht allerdings, dass die Kaffeepflanze ihre Heimat im Hochland von Äthiopien hat, also dort wo auch heute noch wilder Kaffee wächst. Daher ist auch anzunehmen dass der Name „Kaffee“ auf das einstige Königreich „Kaffa“ in dieser Region, zurückzuführen ist. Der Anbau von Kaffeepflanzen begann hingegen in Arabien, im heutigen Jemen. Von dort aus startete der Kaffee im 15. Jahrhundert seinen Siegeszug in alle Welt. Die Hafenstadt Mocha (Mokka) galt als wichtigster Handelsplatz, dort wurden die grünen Kaffeebohnen auf Schiffe verladen und exportiert. Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts kam so der Kaffee nach Europa. Wenngleich Engländer, Italiener, Franzosen und Holländer für sich den Anspruch erheben, die Kaffeebohnen nach Europa gebracht zu haben, waren es wohl die Holländer welche den Kaffeehandel mit Europa begannen.

Heute ist Kaffee nach Rohöl das meistgehandelte Produkt der Welt, mit seit einigen Jahren wieder steigenden Anbaumengen und vor allem auch zunehmendem Konsum. Weltweit werden im Jahr gegenwärtig etwa 130 Million Sack (à 60 kg) Rohkaffee gehandelt und der immer noch ansteigende Prokopf-Verbrauch in Deutschland hat mit rund 150 Liter Kaffee per anno, jenen des sinkenden Prokopf-Verbrauchs von Bier längst überholt. Über viele Jahre lag der weltweite Konsum um 10 % und mehr unterhalb der Erntemengen mit der Folge eines Preisverfalls. Vor allem Vietnam kam mit ungeahnten neuen Anbauflächen und Massenware auf den Weltmarkt. Langsam zieht aber der weltweite Kaffeeverbrauch mit den Erntemengen gleich und könnte diese mittelfristig sogar überholen. Als logische Konsequenz steigen gegenwärtig die Rohkaffeepreise.

Betrachtet man speziell den deutschen Konsumentenmarkt, lassen sich weitere Veränderungen feststellen. Das Produkt Kaffee ist vielfältiger geworden, das Spektrum reicht von Schümli Kaffee (Café Creme) über Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato bis hin zu ausgefallenen, sortenreinen Kaffees. Espresso-Bars und Kaffee-Shops gewinnen an Beliebtheit und schießen, insbesondere in den Ballungsräumen, wie Pilze aus dem Boden. Und obwohl sich der deutsche Verbraucher bei Lebensmitteln in erster Linie über den Preis orientiert, hat auch das Qualitätsbewusstsein beim Kaffeekonsum durch diese Entwicklungen in den letzten Jahren stark zugenommen.

Um dem Lieblingsgetränk der Deutschen, dem Kaffee, zu seiner höchsten Qualität zu verhelfen sind mehrere Parameter ausschlaggebend, welche im Folgenden näher beleuchtet werden. Die Kaffeebauern in den Erzeugerländern, die verantwortungsbewussten Kaffeehändler weltweit und vor allem die kleinen handwerklichen Kaffeeröstereien hier im Land, widmen sich dieser Aufgabe mit Begeisterung und haben das Produkt Kaffee zu ihrem Lebensinhalt gemacht.