TransFair
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TransFair

Was ist TransFair?

Niedrige Kaffeepreise freuen die Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande, doch billiger Kaffee gefährdet die Existenz von Millionen Kleinbauernfamilien in Afrika und Lateinamerika. Sie sind durch die bestehenden Weltmarktstrukturen besonders benachteiligt. Der Preiskampf auf den Weltmärkten führt dazu, dass die Kleinbauern durch den Rohkaffeeverkauf häufig nicht einmal ihr Existenz-Minimum sichern können. Die Initiative TransFair e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, dies zu ändern. TransFair e.V. unterstützt seit der Gründung im Jahre 1992 Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch gerechte Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Menschen verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. Als unabhängiger Verein handelt TransFair dabei nicht selbst mit Waren, sondern vergibt ein Siegel auf fair gehandelte Produkte auf Basis von Lizenzverträgen. So sind wir, die Hensler Kaffeespezialitäten-Rösterei zum Beispiel, seit 1994 TransFair-Lizenznehmer. 1997 gründete TransFair Deutschland mit seinen europäischen Schwesterninitiativen die gemeinsame Dachorganisation "Fairtrade Labelling Organizations International (FLO)". In den FLO sind weltweit 20 nationalen Siegelinitiative in 21 Ländern und Produzenten-Netzwerke mit Vertretern von Fairtrade-zertifizierten Produzentenorganisationen aus Zentral- und Lateinamerika, Afrika und Asien zusammengeschlossen.

Wie verbessert TransFair die Situation der Bauern in den "Dritte Welt"-Ländern?

Kaffee aus „fairem Handel“ stammt ausschließlich von Kleinbauernfamilien, welche sich zu Genossenschaften zusammengeschlossen haben. Die Kleinbauern sind an allen wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaften direkt und demokratisch beteiligt. Dies gilt insbesondere für die Kontakte zum Management, aber auch für die Verwendung des Mehrerlöses aus dem fairen Handel. Die Produzenten werden in den Bereichen Marketing und Anbauverfahren weitergebildet. Darüber hinaus werden Sozialprojekte wie Schulen, Brunnen, Apotheken, Werkzeuge etc. finanziert. Für Kaffee mit TransFair-Siegel gibt es spezielle „Fairhandelskriterien“.

Die wichtigsten unter ihnen sind:

  • Fair gehandelter Kaffee muss unter Ausschaltung der lokalen Zwischenhändler direkt bei den Kleinbauern-Genossenschaften eingekauft werden.
  • Zwischen Produzenten und Importeuren werden möglichst langfristige Lieferbeziehungen vereinbart.
  • Die Importeure sind angehalten, den Kooperativen auf deren Wunsch eine Vorfinanzierung zu gewähren. (Bis zu 60% des Kaufwertes)
  • Der Preis, den die Produzentenorganisationen für ihren Kaffee erhalten, liegt mindestens 0,10 $/lb, bei Bio-Kaffee mindestens 0,20 $/lb (1lb=0,4536 kg) höher als der jeweilige Weltmarktpreis, in jedem Fall jedoch mindestens bei 1,25 $/lb. Der Aufschlag auf den Weltmarktpreis wird ohne Begrenzung nach oben bezahlt. Die im Kaffeehandel geläufigen Aufschläge für besonders hochwertige Rohkaffees (sog. Differentials) gelten damit auch für den fairen Handel. Sie dürfen nicht mit den TransFair-Aufschlägen verrechnet werden. Durch den fairen Handel erhalten die Kleinbauern-Genossenschaften also immer bessere Preise als über den konventionellen Handel.
  • Röstereien bezahlen als Lizenznehmer eine Lizenzgebühr von 0,11 € je 500g verkauftem Röstkaffee an den TransFair e.V. Diese Gebühr dient der Finanzierung des Vereins und schmälert nicht das Einkommen der Produzenten, denn sie wird zusätzlich zum festgelegten Mindestpreis bezahlt.

Sowohl Importeure als auch Röstereien, die ihre Produkte unter dem TransFair-Siegel verkaufen möchten, müssen sich diesen und weiteren Kriterien des fairen Handels vertraglich verpflichten. Im Gegenzug gehen auch die Erzeugergenossenschaften eine vertragliche Verpflichtung ein, in der sie unter anderem politische Unabhängigkeit sowie demokratische und kleinbäuerliche Strukturen zusichern.

Wie wird die Umsetzung der TransFair-Ziele und -Kriterien kontrolliert?

 

Um die Glaubwürdigkeit des TransFair-Siegels sicherzustellen, arbeitet die zuständige Zertifizierungsgesellschaft FLO-CERT GmbH mit einem unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten System, das den Anforderung der DIN ISO Norm 65 folgt. Die FLO-CERT GmbH befindet sich derzeit im Akkreditierungsprozess. ISO 65 ist heute die weltweit akzeptierte Akkreditierungsnorm für Zertifizierungsorganisation.

Die FLO-CERT GmbH stellt sicher, dass die Produkte mit dem TransFair-Siegel nach den internationalen FLO-Standards produziert und gehandelt werden. Alle an der TransFair-Handelskette beteiligten Organisationen, Firmen, Produzentenorganisation, Exporteure und Importeure unterliegen dem strengen Kontrollsystem von FLO-CERT. Wichtigstes Kontrollinstrument ist in allen Bereichen die Durchführung und Auswertung von Inspektionen nach einheitlichen Verfahren. So wird sichergestellt, dass alle gesiegelten Produkte tatsächlich fair gehandelt wurden und die Mehreinnahmen den Produzentenorganisationen in den Erzeugerländern zufließen.

TransFair Deutschland ist nach Frankreich und Spanien die dritte nationale Siegelinitiative weltweit, die ihre Zertifizerungsaufgaben an die FLO-CERT GmbH übertragen hat und somit nach ISO 65 arbeitet.

Hensler-Kaffee und TransFair

Neben unserer Leidenschaft für die Spitzenkaffees dieser Welt ist der faire Umgang mit unseren Partnern immer schon Teil unserer Unternehmensphilosophie. Eine Möglichkeit den fairen Handel mit den Rohkaffeeproduzenten zu fördern sehen wir in der Initiative TransFair e.V. So lag es für uns nahe, als eine der ersten deutschen Kaffeeröstereien, im Jahre 1994 als Lizenznehmer dem TransFair e.V. beizutreten und unser Sortiment um Kaffees mit dem TransFair-Siegel zu bereichern.

Unsere TransFair-Kaffees

Mehr zu Transfair finden Sie unter: www.transfair.org